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Mittwoch, 1. April 2015

Simtipp: After the Fall

Mein heutiger Simtipp ist eine Rollenspiel-Region. Allerdings war ich nun zweimal dort und habe nie jemanden angetroffen. Deshalb stelle ich die Region einfach mal vor. Vor allem, weil in den Regeln erwähnt wird, dass man den Sim auch mit dem Erkundungs-HUD besichtigen kann, ohne in der Handlung mitzuwirken. Allerdings sollte man, wenn man auf eine Gruppe Rollenspieler trifft, sich im Hintergrund halten und den Ablauf nicht mit Offtopic-Chat stören.


Das Thema des RPs ist postapokalyptisches Dark Urban. Wenn man seinem Avatar ein paar dunkle, leicht trashige Klamotten verpasst, dürfte es ganz gut zur Kulisse passen. Ein Nadelstreifenanzug mit weißem Hemd eher nicht.^^ Die Region ist als Adult eingestuft, da die RP'ler (wenn denn mal gespielt wird) auch mit Waffen auf Aliens ballern.

Am Landepunkt gibt es zwei Pakete, deren Inhalte man mit einem Klick angeboten bekommt. Einmal ein "Welcome Pack", in dem drei Notecards sind, die über den RP-Plot, die Regeln und ein paar allgemeine Themen informieren. Das zweite Paket heißt "Exploration Quest" und enthält ein HUD, das einfach per Textanzeige einige Aufgaben vorgibt. Zum Beispiel "Gehe zum Krankenhaus", "Gehe zum Hotel", usw. Am Zielort muss man dann immer auf einen Pin klicken, was das HUD dann zur nächsten Aufgabe springen lässt.



Hier mal grob die Story, um die es beim RP geht:
Meteore sind auf die Erde gestürzt und haben spinnenartige Kreaturen mit sich gebracht, die die Menschheit so gut wie ausgelöscht haben. Die Spinnen vermehrten sich sehr stark und errichteten große Brutkolonien.

Die wenigen Überlebenden, die um ihr Dasein kämpften, waren überrascht, als auch noch humanoide Aliens mit grauer Hautfarbe auftauchten. Diese neuen Außerirdischen hatten ein Ziel. Sie spürten die Spinnen auf und machten Jagd auf sie. Aus Angst griffen die Menschen aber die Jäger an, weil sie nicht wussten, wer oder was sie waren. Erst schießen und dann Fragen lautete die Devise.

Im Laufe der Zeit gingen einige Menschen und Jäger ein Bündnis ein. Aber andere Menschen wollten nichts mit diesen neuen Besuchern zu tun haben und kämpften weiter gegen sie. Ebenso vermieden einige der Jäger jeglichen Kontakt mit den Menschen, da sie sie als niedrigere Lebensform betrachteten. Es wurden klare Fraktionen gebildet und die Kämpfe zwischen diesen Gruppen laufen nun bis in die Gegenwart.
Man kann also im RP entweder Mensch oder Jäger sein und das als Einzelkämpfer oder in einer gemischten Fraktion.



Ok, zurück zu meiner Erkundung. Das Design der Region wird stark durch das Windlight geprägt. Die regionseigene Einstellung ist ein rot-orangener Sonnenuntergangshimmel. Ich habe zwar auch ein paar Fotos damit geschossen, aber bei meiner Auswahl für den Blogpost habe ich sie alle aussortiert, weil damit die Details nicht so gut hervorgehoben werden. Um nun meine Fotoserie nicht zu unruhig wirken zu lassen, habe ich nur Bilder mit dem Windlight "Bristol" ausgewählt, da ich finde, dass es ganz gut zu dieser Kulisse passt.


Nicht so ganz zur Postapokalypse passt dagegen die Offsim-Skyline mit den beleuchteten Hochhäusern. Das sieht zwar bei Nacht ganz nett aus, aber ist eben nicht endzeitmäßig. Die Gebäude und sonstige Dekoration auf dem begehbaren Gebiet sind dagegen wirklich gut gestaltet worden. Und da es sich hier um eine Fullprim-Region handelt, gibt es auch in den Häusern zum Teil rechlich Ausstattung.



Das Exploration-HUD führte mich dann auch in die Kanalisation, wo es ein ausgedehntes Labyrinth von Gängen und U-Bahnhöfen gibt. Das habe ich mir allerdings nicht so ausführlich angesehen. Optisch am besten gefallen hat mir die Straße mit dem umgekippten Tanklaster. Die sieht sowohl mit Nacht- als auch mit Bristol-Windlight gut aus.


Sodele, mehr habe ich mir nicht notiert. Wie gesagt, wenn man einen leeren Sim vorfindet, einfach das Erkundungs-HUD schnappen und sich von den Aufgaben führen lassen. Das macht Spaß und man lernt die Region dabei kennen. Ob dort überhaupt noch das RP gespielt wird, dessen Plot ich oben beschrieben habe, kann ich nicht sagen. Bei meinen zwei Besuchen war jedenfalls keiner dort.

>> Teleport zu After the Fall

Dienstag, 31. März 2015

[Video] - Art Hair Studios - Marisa Oddi

Quelle: Marina Bellini auf YouTube
Heute gibt es mal wieder einen kurzen Beitrag zu einem Video. Interessieren wird es wohl hauptsächlich die Damen, aber die Idee und Umsetzung finde auch ich ziemlich gut. :)

Und zwar ist Oddi Marisa ein Friseursalon aus Rom, der auch an der italienischen Webseite Art Hair Studios beteiligt ist. Diese Webseite ist scheinbar sowas wie ein Newsletter für Haartrends und -stile. Und dieser Friseursalon hat nun in Second Life ein Video erstellen lassen, in dem ein paar der RL-Haartrends für 2015 virtuell zu sehen sind. Warum im Videotitel nun Marisa Oddi und nicht Oddi Marisa steht, kann ich nicht sagen.

Erstellt wurde das Video von Marina Bellini. Als Models für die Haare sind LuceMia (Miss Virtual World Italy) und Mexi Lane (Betreiberin der MIC-Imagin@rium Region) zu sehen. Die Haare selbst kommen von Argrace, Catwa und Dura. Bei den Klamotten kommt eine ganze Liste an Ausstattern zusammen, die am Ende des Videos alle aufgeführt werden. Auch die Orte, die man für die Kulissen gewählt hat, sind sehenswert: Insilico, MyFair, Venexia, MIC-Imagin@rium, Rose Theatre und Corona.

Insgesamt eine gute Idee, die qualitativ umgesetzt wurde. Vielleicht findet es ja weitere Nachahmer aus dem RL.

AHS Marisa Oddi




Links:

The Drax Files: World Makers [Episode 28: Whiskey Monday]

Quelle: The Drax Files
Wie bereits am Freitag von Draxtor Despres angekündigt, ist an einem Montag die neue World Makers Episode über Whiskey Monday erschienen. Whiskey sagt gleich zu Beginn, dass sie zuerst bei diesem Format nicht mitmachen wollte, aber anscheinend hat Drax die richtigen Worte gefunden, Whiskeys Zurückhaltung zu zerstreuen. Wer in den letzten Jahren regelmäßig in ihrem Blog vorbeigeschaut hat, wird von den privaten Problemen wissen, die Whiskey in ihrem RL meistern musste. Auch ihre SL-Fotos aus dieser Zeit waren recht düster, aber wie man im Video hören und unter dem Video in der Beschreibung lesen kann, war Second Life in dieser Phase wohl sehr wichtig für sie.

Ich selbst verfolge schon seit Jahren alles, was es von Whiskey so in SL und im Web zu sehen gibt. Ich bewundere ihren Einfallsreichtum in Bezug auf das Selbsterstellen von künstlerischen Szenen und wie sie diese dann in einem Foto ausdrucksstark festhält. Aber auch ihren Stil beim Schreiben von Blogposts mag ich, denn sie hat eine sehr natürliche Art über Gefühle und Emotionen zu schreiben, egal ob diese positiv oder negativ sind.

Umso mehr freut es mich im Video zu sehen, dass es Whiskey heute wohl wieder wesentlich besser geht als noch vor einem Jahr. Und dass es ihr möglich ist, über diese Zeit offen zu sprechen.

Was im Video irgendwie gar nicht erwähnt wird, ist ihr Projekt "Nothing Endures But Change", das sie noch bis Ende Juni 2015 auf LEA 10 durchführt. Im Video sagt Whiskey, dass sie eine erstellte Szene wieder löscht, nachdem sie ihr Foto damit gemacht hat. Auf LEA 10 lässt sie ihre Szenen dagegen ein paar Tage stehen und lädt alle dazu ein, selbst Fotos dort zu machen. Die Resultate kann man sich dann hier auf Flickr ansehen. Ich habe mich auch mal bei einer Szene beteiligt und eines der Bilder ist mit Abstand mein bis heute am meisten aufgerufenes Foto auf Flickr.

So, mehr möchte ich dazu eigentlich nicht schreiben. Nur noch, dass Draxtor erneut eine sehr gute Arbeit gemacht hat und Whiskey offenbar alle Freiheiten gelassen hat, die sie für ihre Beteiligung an den Drax Files brauchte.

The Drax Files: World Makers [Episode 28: Whiskey Monday]




Übersetzung der YouTube-Beschreibung:
"Die Anonymität in dieser virtuellen Welt gab mir den Mut, sehr real zu sein. Ich war in der Lage, eine Menge Probleme zu bewältigen, indem ich mich kreativ in Second Life ausdrücken konnte!"

Die Künstlerin und Fotografin Whiskey Monday schreibt es den Möglichkeiten ihres digitalen Alter Egos zu, dass sie in der Lage war, mit ihrer Depression klarzukommen und letztendlich ihren persönlichen Heilungsprozess einzuleiten:

"Wenn man an psychischen Problemen leidet, ist das schwierig, wegen dem Stigma das damit verbunden ist. Menschen wissen in der Regel nicht, was sie sagen sollen und neigen oft dazu, nutzlose Ratschläge zu geben - wenn auch gut gemeinte -, damit sie sich besser fühlen. In Second Life bin ich in der Lage, mich auf andere zu meinen Bedingungen einzulassen und ich kann unter voller Kontrolle bestimmen, was ich mache, weil ich selbst den Grad der persönlichen Öffnung
wähle. Das ist genauso, wie es sein sollte, vor allem in sozialen Medien."

Mit den Kreationen anderer baut Whiskey Monday karge, aber emotional komplexe 3D-Szenen in SL, die sie bearbeitet, bis eine Welt entsteht, die ihre tiefsten Gefühle zum Ausdruck bringt.

Oft düster und nachdenklich, manipuliert sie den 3D-Aufbau, bis sie - wie sie es ausdrückt - ein "Maß an Intimität findet, das dem Betrachter ein Fenster in ihre Seele öffnet".

Anders als viele andere immersive Künstler, lädt Whiskey die Community nicht dazu ein, diese digitalen Installationen frei zu erkunden, sondern sie erstellt lediglich ein Standbild, das ihre ganz eigene Interpretation darstellt, bevor sie die Szene wieder löscht.

Der flüchtige Moment der Wahrheit und Verletzlichkeit wird allerdings festgehalten, in einer Einzelbildgeschichte! (*)

So etwas gibt es nur in Second Life......
Quelle YouTube

(*) Anm.: Auf Englisch heißt das "Single Frame Story" und so hieß auch ein Blog, den Whiskey mit Botgirl Questi zusammen bis 2013 geführt hatte.

Links:

Black Dragon 2.4.2 ist erschienen

Quelle: Black Dragon Viewer
Vor einer Woche wurde der Black Dragon 2.4.2 Beta veröffentlicht. Gestern, am 29. März, ist nun die gleiche Version, aber ohne "Beta" erschienen. Trotzdem gibt es nicht nur behobene Probleme aus der Beta-Version, sondern auch ein paar neue Funktionen.

Eine der Neuerungen ist eine Option zum Aktivieren von mehrzeiligem Chat. Das gilt sowohl für den lokalen Chat als auch für IM-Sitzungen. Ist die Option aktiviert, wird der Text am Ende der sichtbaren Eingabezeile umgebrochen und eine weitere Zeile hinzugefügt. Ein- oder ausschalten kann man die Option in den Einstellungen in der Registerkarte "Chat" unter "Disable multi-line chat editor". Das bedeutet, ohne Haken in der Checkbox ist der Multizeilen-Chat aktiviert.

Eine weitere Änderung betrifft die Falloff-Einstellung für das Volumetric Lighting. Die in der letzten Version eingeführte Funktion kann nun die Abnahme der Lichtstrahlstärke fließend berechnen (anstatt abgehackt), vom maximalen Wert 60.0 bis runter auf 0.1. Die Auswahl der Werte kann sowohl in den Einstellungen als auch in der Machinima Sidebar vorgenommen werden.

Da im neuen Black Dragon der neueste Code aus dem offiziellen Viewer 3.7.26 aufgenommen wurde, gibt es ab sofort auch die einstellbare Hover-Höhe für den Avatar. Die Anwendung ist genau wie im LL-Viewer, einfach mit der rechten Maustaste auf den Avatar klicken und "Hover Height" wählen. Dann erscheint ein Schieberegler, mit dem die Höhe eingestellt werden kann. Zur Erinnerung: Das funktioniert auch, wenn der Avatar sitzt und die Einstellung bleibt auch nach einem Viewer-Neustart erhalten.

Ansonsten gab es auch mehrere Fixes für bekannte Probleme, darunter die Behebung der fehlerhaften "nolink>"-Anzeige in Benachrichtigungen. Hier noch ein paar weitere Punkte aus dem Changelog, die ich oben noch nicht erwähnt habe:

Ein paar weitere Änderungen aus dem Black Dragon 2.4.2:
  • Alle Änderungen an den Umgebungseinstellungen bleiben auch nach einem Viewer-Neustart bestehen.
  • Die Depth of Field Auflösung wurde auf die Standardeinstellung 1.0 geändert.
  • Der maximal einstellbare Wert für Helligkeit wurde von 15 auf 30 erhöht.
  • Der maximale Wert für die Lichtauflösung wurde auf 128 reduziert (weil mehr kein Sinn macht).
  • Ein Fix für den Machinima Sidebar Button.
  • Ein Fix für das Aussehen des Fotofensters bei aufeinanderfolgenden Snapshots.
  • Ein Fix gegen Deaktivierung von DoF bei Anklicken eines HUD.
  • Ein Fix für die Schieber für den Texturspeicher, die bei aktivierter Custom-Speicher-Checkbox nicht funktionierten.
  • Aufnahme des neuesten Code von Linden Lab plus irgendwas, das "Linden Tiger" heißt.

Den Black Dragon gibt es nur für Windows Betriebssysteme.
Hier ist sowohl der direkte Download als auch der Link zu Downloadseite:

Weitere Links:

Quelle: Black Dragon Viewer - Update 2.4.2


Montag, 30. März 2015

[LL Blog] - Eine neue Zusatzleistung für Premium-Abonnenten

von Linden Lab am 30.03.2015 um 11:57pm PDT (20:57 Uhr MESZ)
- Blogübersetzung -


Quelle: SL Brand Center
Als Premium Second Life Abonnent hat man viele Vorteile - von den wöchendlichen L$-Stipendien, über euer eigenes Linden Home, bis hin zu erweiterten Echtzeit-Kundensupport-Optionen, exklusiven Geschenken und vielem mehr. Heute freuen wir uns, eine neue Zusatzleistung für Premium-Abonnenten bekanntzugeben: Zugriff auf mehr verpasste Instant Messages!

Wenn früher IMs zu eurem Account gesendet wurden, während ihr offline gewesen seid, konntet ihr auf 25 Meldungen beim nächsten Login zugreifen. Das bleibt auch weiterhin so für alle kostenlosen Accounts, aber ab heute haben Premium-Mitglieder Zugriff auf bis zu 50 verpasste IMs. Das bedeutet, weniger Notecards werden euer Inventar füllen und weniger verpasste Nachrichten von Freunden, Kollegen und Kunden.

Es gibt viele Gründe, um auf Premium umzusteigen und wir werden noch weitere Vorteile und Funktionen für Abonnenten während des gesamten Jahres hinzufügen. Erfahrt mehr über die Premiumvorteile und aktualisiert euren Account hier: https://secondlife.com/premium/

Ihr könnt das Abonnement auswählen, das am besten zu eurem Budget passt - bezahlt monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Profitipp: rechnet mal das Jahresabo durch - neben einer Gesamteinsparung von mehr als 47 US$ im Vergleich zu einem monatlichen Abonnement, bedeutet allein schon der Wert der wöchentlichen L$-Stipendien, dass es sich fast von alleine trägt!

Quelle: A New Perk for Premium Subscribers

LEA 16: "PEARLS" von Searby

Am 31. März 2015 wird eine weitere Region aus dem Artists-in-Residence-Programm der LEA eröffnet. Die Installation wurde von Dave "Searby" Mason erstellt und nennt sich "PEARLS". Die Ankündigung dazu ist schon seit ein paar Tagen im LEA-Blog. Da die Fotos dort nicht so verlockend aussehen, war ich gestern selbst den Sim besuchen und habe eigene Fotos geschossen.

Die Installation auf dem Simboden
PEARLS ist die Abkürzung für Precious Emotions Are Radiant Layered Sublime, was ich nur schwer übersetzen kann. So in etwa: "Kostbare Emotionen sind von glänzender, geschichteter Erhabenheit" (klingt doof, ich weiß). In der Ankündigung steht, dass es insgesamt drei Ebenen in der PEARLS-Installation gibt. Mit der Ebene auf dem Simboden sind es aber tatsächlich vier. Am Landepunkt angekommen, sollte man nach dem blauen Pfeil suchen, der den Weg zum ersten Teleporter zeigt. Dieser befindet sich in der Mitte der Region innerhalb einer weißen Halbkugel. Der Teleport ist eine goldfarbene Spirale, die sich dreht. Klickt man drauf, gelangt man zur zweiten Ebene.

Partikelspiele auf der zweiten Ebene
 

Spätestens dort sollte man das Windlight auf Mitternacht stellen, denn auf Ebene 2 gibt es ein sehr umfangreiches Partikel- und Farbenspiel. Auf dieser Plattform wird am Dienstag auch die Eröffnung durchgeführt. Einen direkten Teleport dorthin, habe ich ganz unten mit aufgeführt.

Den Teleport zur dritten Ebene zu finden, ist bei all den farbigen Formen nicht so einfach. Im Blogpost steht, es sei ein buntes Objekt, aber meiner Erinnerung nach war es eher das farbloseste Prim, das es auf der Plattform gibt.

Der Textwürfel auf Ebene 3
Die dritte Plattform ist ein großer Würfel, gefüllt mit vielen Texten. Hier sollte man evtl. das Windlight wieder auf Tageslicht stellen, da man die vielen Buchstaben sonst kaum sehen kann. Alle drei Plattformen haben unsichtbare Phantomwände, die einen Sound abspielen, sobald man mit dem Avatar durchläuft. Wenn man hören will, was die Sounds wiedergeben, dann sollte man auch ca. 30 Sekunden lang stehenbleiben, sobald einer gestartet wird.

Ebene 4 - Windlight unbedingt auf Mitternacht stellen
Der absolute Kracher für mich, ist dann aber die vierte Plattform, die allerdings aus Objekten besteht, die nicht von Serby selbst erstellt wurden. Um dorthin zu kommen, muss man in dem Würfel mit den Buchstaben mit der Kamera nach draußen zoomen, denn der Teleporter liegt außerhalb der Wände des Würfels. Und der bringt den Avatar auf eine Plattform, die komplett mit den Cyberpflanzen von Soror Nishi gestaltet wurde.



Ich kenne Sorors Kreationen nun schon seit 2007 und habe seitdem immer mal wieder Installationen besucht, die mit ihren Objekten ausgestattet waren. Aber diese Plattform auf LEA 16 hat auf mich eine fast magische Ausstrahlung. Ich habe gestern gut 20 Minuten nur mit der Kamera rumgezoomt. Genau das macht für mich den Zauber einer virtuellen Welt aus. Ganz wichtig ist es, hier das Windlight wieder auf Mitternacht zu stellen. Nur dann kommt die Kombination aus Farben, Formen und dreidimensionaler Tiefe richtig zur Geltung. Meine Fotos hier können das nur ansatzweise rüberbringen.


In Verbindung mit dieser Installation wird auch der Link zu einer Webseite gegeben. Diese Seite wurde ebenfalls von Serby erstellt und sie dreht sich um das Thema Meditation und Selbstfindung. Vom Umfang her ist das fast ein Buch, weshalb ich mich da nicht tiefer reingelesen habe:
>> The Search for the Second Truth

Zusammenfassung:

PEARLS

Quelle: LEA16 - PEARLS by Searby

Sonntag, 29. März 2015

[Business Insider] - Linden Lab war 13 Jahre zu früh für VR

Quelle: Business Insider
Zur Zeit reibe ich mir verwundert die Augen, denn so viele positive Artikel über Second Life wie in den letzten Tagen, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Über zwei davon habe ich ja bereits hier und hier berichtet. Entweder ist das nur eine zufällige Anhäufung solcher Artikel, oder einige Journalisten sind irgendwie dahintergekommen, dass eine Plattform, die nach 12 Jahren immer noch Gewinn für ihren Betreiber abwirft, doch nicht so tot sein kann.

Heute hat der Business Insider einen Artikel veröffentlicht, dessen Titel übersetzt in etwa wie folgt lautet: "Diese Firma war für die virtuelle Realität 13 Jahre zu früh  - und sie macht sich bereit, es noch einmal zu versuchen." Gemeint ist mit der Firma natürlich Linden Lab.

Wie schon im GOOD-Artikel vom letzten Donnerstag, beginnt der Business Insider mit einem Rückblick auf die Hype-Zeit von Second Life. Als statistische Info gibt es jedoch ein paar aktuelle Zahlen, die Ebbe Altberg vor kurzem auch schon an anderer Stelle äußerte. Es gibt 900.000 aktive SL-Nutzer, diese tauschen pro Jahr für 60 Millionen US-Dollar ihre Linden Dollar in reale Währung und die gesamten Transaktionen in SL betragen pro Jahr umgerechnet mehr als 500 Millionen US-Dollar.

Dann werden einige Aussagen von Ebbe wiedergegegeben, die er direkt gegenüber Business Insider gemacht hat. Gleich die erste lautet: "Nun erwacht diese Welt erneut." Linden Lab hat inzwischen wieder auf 200 Mitarbeiter aufgestockt und arbeitet nun an einem angemessenen Nachfolger für Second Life. Dabei nutzt die Firma die Gelegenheit, die ganzen neuen Entwicklungen im Virtual Reality Bereich mit einzubeziehen.

Ebbe betont auch, dass SL auf seinem Höhepunkt 1,1 Mio. aktive Nutzer hatte und diese lediglich auf 0,9 Mio. Nutzer zurückgegangen wären, was für einen Zeitraum von 9 Jahren nicht wirklich ein starker Einbruch gewesen sei. Danach wird erwähnt, dass sich das Geschäftsmodell mit Gebühren für virtuelles Land über all die Jahre nie geändert hätte. Interessant dann die Aussage, dass nur 10 SL-Nutzer etwa 30% des gesamten Landes in SL besitzen.

Im Weiteren wird dann die funktionierende SL-Wirtschaft erwähnt und dass SL kein Spiel ist, sondern jeder selbst herausfinden muss, was man darin machen möchte. Als Beispiele werden Jo Yardleys "1920 Berlin" und ein barockes Casino mit Bar von einem Lichtdesigner aus Dublin erwähnt (vielleicht ist damit Kaya Angel gemeint?). Weiter geht es mit einigen Erwähnungen anderer Institutionen, die SL für ihre regelmäßigen Meetings, Kurse und Lesungen nutzen. Darunter TechSoup und die Texas A&M University.

Um nun in Zukunft für die Neuentwicklungen im VR-Sektor gewappnet zu sein, würden laut Business Insider die ständigen Updates von Second Life nicht mehr ausreichen. Die Grafikengine erreicht einfach nicht die Framerate und Performance, die für ein immersives VR-Erlebnis notwendig wäre. Dass Linden Lab deshalb an einer neuen virtuellen Welt arbeitet, wird im Artikel besonders positiv gesehen. Der Autor ist der Ansicht, wenn Leute schon virtuelle Klassenzimmer und Seminarräume im technisch veralteten Second Life errichten würden, was wäre dann erst möglich bei einer neuen und moderneren Plattform.

Laut Ebbe Altberg wird sich SL2 auf die folgenden drei Kernpunkte fokusieren:
  • Es soll für die Nutzer leichter sein, gute und relevante Inhalte zu finden.
  • Es soll mehr Leuten ermöglicht werden, die guten und relevanten Inhalte gemeinsam zu erleben (genannt wird hier ein Konzert der Gruppe Duran Duran in Second Life, bei dem aufgrund des Avatarlimits nur 50 Leute teilnehmen konnten).
  • Es sollen neue Wege ermöglicht werden, bei denen die Nutzer mit ihren Inhalten Geld verdienen können (zum Beispiel vermieten von bereits eingerichteten Klassenräumen an andere Universitäten).

Abschließend sagt Ebbe, wenn es Linden Lab gelingt, diese Punkte umzusetzen, dann wird der Erfolg von Second Life mit der neuen Plattform fortgeführt. Die Firma hat einen Vorsprung in der Entwicklung von nutzergenerierten Inhalten, virtuellem Nachbau von realen Räumen und in Bezug auf Mehrspieler-Onlinewelten. Denn Linden Lab hat im Grunde 10 Jahre zu früh begonnen, Dinge zu entwickeln, von denen die Leute dachten, sie seien unmöglich.

Quelle: This company was 13 years early to virtual reality — and it's getting ready to try again

Künstlerin LaTurbo Avedon nutzt SL für ihre Skulpturen

Quelle: New Sculpt - LaTurbo Avedon
Im britischen Wired ist am letzten Dienstag ein interessanter Artikel über die Künstlerin LaTurbo Avedon erschienen. Das Besondere an ihr ist, dass sie ausschließlich als Avatar im Internet existiert. Wer hinter dem virtuellen Charakter steht, ist laut Wired nicht bekannt. Ich kannte bis heute noch nicht einmal den virtuellen Charakter, aber nach etwas Googeln bin ich dann überall im Web auf diesen Namen gestoßen. Unter anderem auf Instagram, Tumblr, Facebook, Twitter, LinkedIn, Soundcloud und Ello.

Inhaltlich berichtet der Artikel über die Projekte von LaTurbo, die sich um Videospiele, Virtual Reality und Interaktionen zwischen Künstlern und Publikum drehen. Sie kreiert mit Hilfe von Rendering Software und CG-Werkzeugen kristalline Skulpturen, die sie sowohl in virtuellen als auch realen Ausstellungen präsentiert und die inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden sind. Dabei kommuniziert sie mit anderen ausschließlich über ihren Avatar und verwendet dazu eine vom Computer generierte Stimme.

Ihre ersten Berührungen mit virtuellen Umgebungen hatte LaTurbo auf Onlineportalen für Rollenspiele. Und obwohl es heute umfangreiche Action-Games mit endlosen Handlungssträngen gäbe, waren es diese Anfänge im Bereich digitaler Welten, die zu ihren erinnerungswürdigsten Erlebnissen zählen. Als weiteres Beispiel nennt sie die Dschungelstimmung in den Tomb Raider Spielen. Bei solchen Spielen sind es oft die aufwändig strukturierten Umgebungen, durch die man sich als Spieler bewegen muss, die LaTurbo besonders gefallen. Und durch diese Strukturen inspiriert, hat sie dann auch eine Reihe von Skulpturen geschaffen, die sie in ihrer Serie New Sculpt präsentiert.

Das Interessante ist nun, wie LaTurbo diese Skulpturen erstellt. Sie "missbraucht" die in Second Life verfügbaren Baufunktionen, indem sie absichtlich kaputte Sculpt-Maps als Texturen auf normalen Standardprims verwendet. Jeder, der schon mal mit Sculpt-Maps in SL experimentiert hat, wird diese Kornflakesstrukturen kennen. Oft sehen sie so aus, als wäre das Innerste nach außen gekehrt worden. Im Grunde reicht es, wenn man einfach eine ganz normale Textur oder ein Foto in das Sculpt-Map Fenster zieht. Wie man auf ihrer New Sculpt Seite sehen kann, nutzt sie dann wohl auch noch einen 3D-Drucker, um ihre digitalen Skulpturen in physische Objekte zu verwandeln.

Quelle: New Sculpt - LaTurbo Avedon
Ein weiteres Projekt von LaTurbo nennt sich Panther Modern. Das ist eine Webseite, auf der andere Künstler ihre digitalen Kreationen ausstellen können. Und ein paar davon sehen wirklich aufregend aus. Zum Beispiel Room Seven von Pussykrew.

Im Januar 2015 war LaTurbo Avedons Projekt "Commons" auf der Transmediale in Berlin zu sehen. Darüber wurde dann sogar im deutschsprachigen Wired berichtet. Wer sich noch mehr über die virtuelle Dame informieren möchte, sollte diesen kurzen Artikel auch lesen.

Bei den Links zu LaTurbo Avedon liste ich nur ein paar wenige auf. Sie ist im Web so breit vertreten, dass man alle Bezüge sowieso nicht auflisten könnte. Allerdings scheint ihr Facebook-Account nun gelöscht zu sein, auch wenn noch viele Links dorthin verweisen. Tja, Avatare und Facebook, das ist so eine Sache... :)

Links:

Quelle: [Wired] - 'Avatar' artist crafts sculptures from pure technology