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Dienstag, 3. Mai 2016

LEA 28: "Too near a Black hole" von Mandel Solano

In meinem Bestreben, alle 20 Regionen der laufenden LEA AiR-Runde hier im Blog vorzustellen, gibt es heute den vorletzten Bericht. Zu "Too near a Black hole" von Mandel Solano habe ich bisher eigentlich noch nirgendwo im Web etwas gelesen. Schon gar nicht im LEA-Blog. Doch diese Installation verdient auf jeden Fall eine Vorstellung, denn es werden dort drei technische Spezialitäten von Second Life auf eine Weise vereint, wie ich sie so auch noch nicht gesehen habe.

Der Eingang zum "Black Hole"
Die Region LEA 28, auf der die Installation aufgebaut ist, gehört zu einem Viererverbund, der sich "5 Dimensions" nennt und bei dem die Gestalter aller vier Regionen auf einer gemeinsamen Plattform auf 3000 Metern Höhe verschiedene Veranstaltungen durchführen. Zuletzt gab es am 1. Mai eine Partikelshow von Sky Fire.

Im Inneren des Black Hole - ziemlich am Anfang
Das Black Hole kurz vor dem Ende
"Too near a Black hole" ist eine Installation mit drei Bereichen. Die ersten beiden Abschnitte sind dabei noch nicht mal so aufregend, aber der dritte Teil hat mich dann doch erstaunt und ich muss da in den nächsten Tagen unbedingt noch einmal hin. Wichtig ist bei allen drei Abschnitten, das erweiterte Beleuchtungsmodell (ALM) zu aktivieren und auch Schatten mit Projektoren einzuschalten.

Im zweiten Teil der Installation gibt es lustige Materialtexturen
Die drei technischen Spezialitäten, von denen ich ganz oben gesprochen habe, sind Materialtexturen, Projektorlichter und Projektorreflektionen. Letzteres ist scheinbar bei den meisten SL-Bewohnern in Vergessenheit geraten. Bereits 2014 hatte nämlich Geenz Spad im Zuge eines JIRA-Reports diese Simulation von Spiegelungen der Umgebung für den SL-Viewer entwickelt. Ich hatte dazu hier mal einen längeren Bericht geschrieben. Und im dritten Teil von "Too near a Black hole" wird dieser Effekt in unglaublicher Itensität genutzt. Wirklich geil!

Schattenspiele
Doch zunächst zu den ersten beiden Abschnitten. Auf der Landeplattform befinden sich ein paar Infoprims und eben das im Namen der Installation benannte Schwarze Loch. Das ist eine spiralförmige Röhre, in der man einfach nur nach unten gehen muss. Im Inneren gibt es animierte Projektorlichter zu sehen. Die Farben ändern sich dabei vom anfänglich harmonischen Gelb-Orange nach unten hin zu einem psychodelischen Allerlei.

Mein T-Shirt ist eigentlich weiß :)
Der zweite Teil der Installation besteht aus vielen kleinen Räumen, die rund um den Ausgang des Schwarzen Lochs angeordnet sind. Die Wände dieser Räume sind phantom, so dass man einfach durchlaufen kann. Die Innenwände der Räume sind zum Teil mit Materialtexturen versehen, die bereits reflektieren, aber noch nicht spiegeln. Dazu gibt es in einigen Räumen auch noch Projektorlichter, die den Avatar anstrahlen. Damit kann man sich gut als Rainbow Warrior ablichten (siehe Foto oben).

Der dritte Teil der Installation. In jedem Würfel gibt es super Effekte
Zum dritten Teil kommt man dann über zwei Teleports. Direkt neben dem Ausgang des Black Hole ist eine Kugel. Ein Klick darauf bringt den Avatar zurück auf die Landeplattform. Und dort sollte man dann den Würfel mit dem Hovertext "Another Installation above" anklicken (oder sowas in der Art, ich habe es mir nicht gemerkt). Dann kommt man auf eine zunächst einfach wirkende Ebene, mit schlichten Primwürfeln in Hauswand-Optik. Jeder dieser Würfel hat aber eine Innentexturierung, bei der einem die Wahrnehmung zum Teil versagt.

Eleganz des Einfachen - einfach schön
Wie gesagt, fast alle Texturen in den Würfeln verwenden Projektorreflektionen. Deshalb erscheinen einige Würfel von innen viel größer als sie eigentlich sind. Im nächsten Bild sieht man ein Beispiel. Nicht nur alle vier Wände reflektieren den tatsächlich vorhandenen Raum in alle Richtungen noch einmal, sondern auch nach unten wird der gesamte Raum gespiegelt. Ich habe auf diesem pinkfarbenen Pad gestanden und einfach nur gestaunt. Wieso wird dieser Effekt so selten in Second Life eingesetzt?

Dieser Raum ist atemberaubend
Wer jetzt denkt, sowas kann man ja auch mit statischen Texturen ganz leicht machen, der sollte selbst mal in einen solchen Raum gehen und die Kamera in ihrer Position verändern. Denn bei Projektorreflektionen werden die Spiegelungen perspektivisch korrekt mitbewegt.

In einem anderen Raum ist der Boden mit einer zerknitterten Silberfolie bedeckt. Dazu stehen dort stylische Objekte herum und ein starkes, seitliches Licht erzeugt Schatten. Im hinteren Bereich wird der Raum durch eine Art holografische Projektion wiederum vergrößert. Aber da ist eben nichts. Will man da hineinlaufen, steht man stattdessen wieder draußen vor dem Würfel.

Im Labor mit Doktor M.
Im nächsten Bild sind die Wände eigentlich dort, wo sich die rechteckigen Rahmen befinden. Die grünen Flächen sind wieder Projektorreflektionen vom Feinsten.

Bildunterschrift hinzufügen
Wie ihr merkt, bin ich von so etwas ziemlich begeistert. Ich mag es, wenn meine Sinne getäuscht werden. Als vor langer Zeit diese Stereogramme (oder auch SIRDS) populär waren, fand ich das auch schon ziemlich lustig.

Auf dem letzten Foto ist nur die bunte Textur auf der rechten Seite tatsächlich auf der Primfläche vorhanden. Wie die anderen beiden bunten Flächen in der Mitte und links daraus entstehen, kann ich in diesem Fall nicht sagen, denn hier ist keine direkte Reflektion im Spiel.

Das Rechteck ist die Tür - dahinter das Spiegeluniversum...
Schade, dass diese Installation nicht auch andere begeistert. Denn ich würde gerne weitere Fotos sehen, schon allein, um sie mit der Optik aus meinem Viewer zu vergleichen. Für alle Licht-, Schatten-, Projektor- und Materialtexturen-Fans, ist eine Besichtigung wirklich zu empfehlen.

Zusammenfassung:

Too near a Black hole

Tabelle zur LEA Runde 10
Auf der Unterseite gibt es die aktualisierte Tabelle mit den Links zu meinen bisherigen Berichten aus der zehnten Runde des LEA-AiR-Programms. Man kann sie über den nachfolgenden Link öffnen.

Erste Zahlen für Umsteiger auf Grandfathered-Tier

Quelle: SL Grid Survey / Tyche Shepherd
Am 4. April hatte Linden Lab ein Angebot gestartet, bei dem Besitzer einer privaten Fullprim oder Homestead Region in Second Life, mit einer einmaligen Disagio-Gebühr ihre monatlichen Tier-Zahlungen an Linden Lab dauerhaft senken konnten. Heute habe ich im Blog von Ciaran Laval gesehen, dass Tyche Shepherd bereits am 27. April erste statistische Zahlen dazu in ihrem monatlichen Private Estate Survey präsentiert hat.

Demnach wurden vom 4. bis 27. April 2016 20,8% der Fullprim Regionen und 3,8% der Homestead Regionen auf die günstigeren Monatsgebühren umgestellt. Bei den Homesteads ist die Rate so niedrig, weil bereits vor dem Start des Angebots 85% aller Homesteads einen Grandfathered-Status hatten. In Stückzahlen macht das 1.960 umgestiegene Fullprim Regionen und 302 umgestiegene Homesteads, allerdings liegt hier die Fehlermöglichkeit bei +/- 145 bzw. 117 Regionen.

Mit den reduzierten Tier-Gebühren betragen die Einnahmen von Linden Lab an den Estate Regionen jetzt nur noch etwa 3.071.000 US-Dollar pro Monat. Im März waren es noch 3.385.000 US-Dollar. Das macht ein Minus von 205.000 US-Dollar, oder auch 9,3%.

Mit den etwa 2.262 umgestiegenen Regionen im April, hat Linden Lab geschätzte 1.096.000 US-Dollar an zusätzlichen Einmalzahlungen eingenommen. Das gleicht natürlich die 205.000 US$ Verlust durch geringere monatliche Tier-Einnahmen erst einmal aus, aber eben nur für etwa fünf Monate. Danach wird es für sie ein Minusgeschäft.

Im Private Estate Report von Tyche werden noch weitere Zahlen zu allgemeinen Statistiken privater Regionen aufgeführt, die aber mit dem Grandfathered Downgrade nicht direkt etwas zu tun haben. Stattdessen zeige ich lieber noch die aktuellen Gesamtzahlen zu den privaten Regionen vom 1. Mai 2016, die Tyche erst gestern veröffentlicht hat.

Quelle: Tyche Shepherd / SLU
Demnach gab es vergangene Woche einen Zuwachs von einer privaten Region im SL-Grid. Insgesamt war es von den 17 Wochen seit Jahresanfang die vierte Woche, in der es ein Plus bei den Regionen gab. Dennoch ist die Gesamtzahl seit dem 1. Januar um 270 Regionen zurückgegangen (1,5%). Verglichen mit den gleichen Zeiträumen vorheriger Jahre, ist hier allerdings eine Verlangsamung des Rückgangs zu sehen. Die vier Wochen mit einem Plus, waren alle innerhalb der letzten acht Wochen.

Insgesamt gab es am 1. Mai 2016 im SL-Grid 24.553 Regionen. Davon waren 17.505 private Regionen und 7.048 Linden Regionen (Mainland). Bei diesen Zahlen brauchen wir uns aktuell noch keine Sorgen darum machen, dass SL in nächster Zeit langweilig wird. :)

Ich werde versuchen, auch den Private Estate Report von Ende Mai hier wieder vorzustellen, denn das Angebot von Linden Lab zum Umsteigen gilt ja noch bis 4. Oktober 2016 und sehr wahrscheinlich werden noch weitere Regionen nachziehen, wenn die Owner zum Beispiel erst mal die Umsteigergebühr irgendwie auftreiben müssen.

Links:

Montag, 2. Mai 2016

UWA: Ausstellungskatalog "Pursue Imposible" erschienen

Quelle: UWA Catalog
Heute ist es bei mir im Blog etwas kunstlastig, aber ich habe aktuell kein anderes Thema. Bis Ende 2015 war die University of Western Australia (UWA) einer der treibenden Unterstützer von virtueller Kunst und Machinima in Second Life. Mit ihren vielen Wettbewerben hatte die Universität stets SL-Nutzer dazu ermutigt, sich auch mal in diesem Bereich zu versuchen. Der letzte große Wettbewerb dieser Art war "Pursue Imposible", der vom 1. August bis 31. Oktober 2015 gelaufen ist.

Bei der Preisverleihung am 13. Dezember wurden dann 500.000 Linden Dollar an diejenigen Teilnehmer vergeben, die von der Jury auf einen der vorderen Plätze gewählt wurden. Leider hatte bereits einige Tage vor der Preisverleihung die UWA in Second Life bekanntgegeben, ihr Wettbewerbsprogramm zu beenden. Jegathesan Jegasothy (Jayjay Zifanwe in SL), der bis dahin verantwortliche Manager für die virtuellen Aktivitäten der UWA, hat sich aus privaten Gründen aus der aktiven Betreuung des Programms zurückgezogen und offenbar ist niemand da, der ihn ersetzen könnte.

"An Ibis In Pursuit" von Corcosman Voom
Die Verwaltung der weiterbestehenden Second Life Regionen der UWA, hat ab 2016 dann FreeWee Ling übernommen, von der aber seit Dezember auch nichts mehr zu hören war.

Heute hat sie sich jedoch im UWA-Blog gemeldet und den Ausstellungskatalog für den "Pursue Imposible" Wettbewerb veröffentlicht. Ein solcher Katalog wurde zu jeder der acht großen 3D Art Challenge und MachinimUWA Veranstaltungen erstellt. Dazu noch weitere Kataloge von anderen Ausstellungen. Alles zusammen ist auf der Seite UWA Studies in Virtual Arts (UWA-SiVA) zur Ansicht hinterlegt.

"RACE: Human - PLANET: Earth" von Sharni Azalee
Ich habe den Katalog nur mal schnell durchgeblättert. Bis Seite 132 werden alle 59 Kunstinstallationen noch einmal gezeigt und danach gibt es Screenshots aller 45 Machinimas mit Link auf die entsprechenden Videoseiten zum Anschauen.

Interessant sind auch die ersten paar Seiten, auf denen Hintergrundinformationen und Statistiken gegeben werden, wie zum Beispiel die Anzahl der Teilnehmer aus den verschiedenen Ländern. Da wird ganz gut erkennbar, wie international die Bewohner von Second Life doch sind.

Den Katalog kann man für 50 US$ auch als gedruckte Version erwerben. Allerdings ist die Auflage sehr klein. Wer einen haben will, muss sich bei Jayjay Zifanwe per IM melden und im Fall einer Zusage den Betrag in L$ an ihn zahlen.

Ich habe hier unten den Katalog mal eingebettet, aber besser kommt er in voller Größe über den Direktlink. Die zwei kleinen Fotos hier im Beitrag habe ich bei meinem Besuch der Ausstellung selbst geschossen.



>> Direktlink zum Katalog

Quelle: [UWA] - PURSUE IMPOSSIBLE Exhibition Catalog

Links:

Windlight Magazine Mai 2016

Quelle: Windlight Magazine
Am 1. Mai 2016 wurde eine neue Ausgabe des Windlight Magazine veröffentlicht. Nachdem im April nur sieben Themen im Magazin enthalten waren, sind es im Mai wieder die üblichen zehn Artikel. Wie immer, mit den Schwerpunkten Kunst, Gestaltung und etwas Fashion.

In der Titelstory gibt es im Mai ein Interview mit Rebeca Bashly, die in den letzten Wochen mit "Chronophobia" und "Queen's Gambit Declined" zwei größere Installationen in Second Life präsentierte. Letztere kann auf MetaLES auch immer noch besichtigt werden. Begonnen hatte Rebeca ihre künstlerische SL-Laufbahn zusammen mit Igor Ballyhoo beim Aufbau von "Snow Crash" auf der damaligen Region UTSA ArtSpace. Neben einem Foto von diesem Sim auf Seite 30, gibt es auch ein Foto von Rebecas Passwort-Mechanismus aus dem Mad Pea Spiel UNIA auf Seite 34. Ansonsten ist das Interview allerdings recht kurz für eine Titelstory.

Weitere Themen in der aktuellen Ausgabe drehen sich um die "Peace Is A Choice Gallery" von TheDove Rhode. Dann gibt es je ein Interview mit Kat Feldragonne und Reven Rosca. Anschließend folgt ein Bericht über den Starboards Yacht Club in der Blake Sea, mit schönen Fotos von Schiffen. Dann kommt noch ein Interview mit Romanautorin Netera Landar. Und anschließend gibt es einen Simtipp von Vee Tammas zur Region "Embryo".

Die letzten drei Artikel kommen dann alle aus der Rubrik "The Edge" von Eleseren Brianna. Bei "Styling In The Age Of Mesh" geht es um Fashion als künstlerischen Ausdruck, bei "Men's Fashion: Do Or Don't" wird über das Ungleichgewicht beim Angebot von Männermode gegenüber Frauenmode geschrieben (das Verhältnis im Angebot ist etwa 1 zu 5). Und im letzten Bericht gibt es ein kurzes Interview mit der Miss Virtual Latinomerica 2016, die eigentlich gatubela88 Glom in SL heißt, im Interview aber als Alexa vorgestellt wird.

Insgesamt ist mir aufgefallen, dass nun der Anteil an Werbung leider den Anteil mit redaktionellen Inhalten überflügelt hat. Bei einem Magazin, das sich überwiegend um Kunst in SL dreht, ist das schade.
Die Mai-Ausgabe des Windlight Magazins hat 220 Seiten.

Inhaltsverzeichnis:

  • Seite 26
  • Seite 50
  • Seite 68
  • Seite 84
  • Seite 100
  • Seite 124
  • Seite 142
  • Seite 162
  • Seite 176
  • Seite 188

Hier geht es zur Online-Ausgabe:

>> Windlight Magazine Mai 2016

Links:

Sonntag, 1. Mai 2016

Simtipp: Beaumont Grove

Obwohl ich mir bei textlichen Beschreibungen zur Zeit einen abbreche, muss ich einfach noch eine Region vorstellen, die ich am Wochende stundenlang besichtigt habe. Beaumont Grove ist ein klassischer Explorer-Sim und es gibt dort sowohl wunderschöne Natur als auch eine Menge eingerichtete Häuser und Geschäfte. Der Detailreichtum ist dabei atemberaubend.

Der Landepunkt auf Beaumont Grove
Erfahren habe ich von dieser Region durch einen Blogpost von Eddi Haskell. Erstellt wurde Beaumont Grove von einem Nutzer, der sich Screaming Toast nennt und das Label Whole Wheat Landscape & Creations betreibt. Dieses Label bietet Simgestaltung als Auftragsarbeit an.



Produkte werden auf der Region nicht verkauft. Es sieht zwar gelegentlich danach aus, dass im einen oder anderen Gebäude ein Shop sein könnte, aber das ist nicht der Fall. Ebenso sind die vielen Häuser nicht bewohnt und man kann ruhigen Gewissens in alle Gebäude reingehen und sich die zum Teil üppige Innengestaltung ansehen. Es wirkt fast so, als hätte Screaming Toast in seinem Inventar 5.000 Gacha Produkte und die hat er alle auf Beaumont Grove gerezzt.



Natürlich ist die Region ein Fullprim Sim. Aber dennoch war ich am Ende meiner Erkundung erstaunt, was man alles mit 15.000 Prims anstellen kann. Der Landepunkt ist an einem Hafen an der Küste der Region. Von dort geht es über einen Weg zu einer kleinen Ansammlung von Geschäften. Es gibt einen Bäcker, einen Friseur, eine Apotheke, ein Café und einen Obst- & Gemüseladen, den ich ziemlich lecker fand, weil die Waren wirklich gut aussehen.



Das Windlight ist leicht dunstiger Sonnenuntergang. Ich habe es auf allen Fotos verwendet. In den Häusern habe ich lediglich die Helligkeit etwas hochgedreht, damit die Farben deutlicher rüberkommen. Bei Außenaufnahmen ist das Windlight aber sehr gut und manche Motive sehen damit fast aus, wie gemalt.



Ich habe bei meinem Rundgang über 100 Fotos geschossen. Nach dem Aussortieren waren es immer noch 23. Deswegen gibt es heute mal eine volle Breitseite an Fotos. Sie sollen einfach zeigen, wie viele unterschiedliche Eindrücke man auf Beaumont Grove erleben kann.

Da jetzt noch 14 Fotos folgen, geht es auf der Unterseite weiter. Bitte nachfolgenden Link anklicken.

Luftschiff-Show am Tradewinds Yacht Club

Wieder einmal über einen Blogpost von Atlan Bade habe ich mitbekommen, dass am Tradewinds Yacht Club (TYC) eine neue Ausstellung begonnen hat. Vom 30. April bis zum 15. Mai 2016 kann man sich dort verschiedene Luftschiffe und Ballons aus SL ansehen. Da ich zu diesen Vehikel-Shows schon oft ein paar Fotos gebloggt habe, gibt es auch heute wieder ein paar Schnappschüsse.

Quelle: Forum - Sailing in Second Life
Ich glaube, zum ersten Mal, seit ich diese Ausstellungen besuche, hat Hafenmeister Ahab Quandry ein Plakat für seine Show erstellt. Deshalb habe ich es auch als erstes Bild hier oben mit reingenommen.


Wenn man auf der TYC Insel ankommt, sieht man erst mal nicht viel, denn der größte Teil der Ausstellung ist freischwebend über dem Yacht Club. Das bedeutet, man muss mit dem Avatar zu den einzelnen Luftschiffen und Ballons selbst hochfliegen. In die größeren Modelle kann man auch reingehen.


Wenn man mit seinem PC problemlos größere Sichtweiten einstellen kann, lässt sich die Ausstellung auch gut von der Nachbarregion mit dem Leuchtturm betrachten. Damit wird einem auch die Größe der Luftschiffe erst so richtig bewusst.



Was ich auf jeden Fall empfehlen kann, ist sich das größte, schwarze Luftschiff mal von innen anzusehen. Das hat insgesamt fünf Etagen, mit großer Bibliothek und mehreren Aussichtsplattformen. Hier ein Foto aus dem Inneren.


Als Windlight habe ich vielleicht nicht unbedingt eines mit Steampunk-Flair erwischt, aber dafür ist es hell und man kann alles erkennen. Das einzige Problem ist, dass man die meisten Vehikel nicht allein auf ein Foto bekommt, denn dafür sind die Schiffe zu eng beisammen. Aber der Yacht Club kann halt nur den Luftraum nutzen, der auch zur Parzelle gehört.


Auch von Aley (Arcadia Asylum) findet man wieder einige Vehikel. Ihr Vermächtnis wird SL wohl so lange erhalten bleiben, wie diese virtuelle Welt bestehen bleibt.


Ok, so wirklich viel fällt mir jetzt nicht mehr ein. Deshalb lasse ich es gut sein. Ich habe eh schon das gesamte Wochenende ein paar Schwierigkeiten, mich aufs Schreiben zu konzentrieren.

>> Teleport zum Tradewinds Yacht Club

Links:

Samstag, 30. April 2016

LEA 11: "Mourningstar" von Fox Nacht

Langsam komme ich meinem Ziel näher, alle 20 Regionen der aktuellen Artist-in-Residence Runde hier vorzustellen. Zwar schaffe ich es nicht bis Ende April (denn das ist in wenigen Minuten^^), aber spätestens in einer Woche sollte ich das hinbekommen, denn nach der heutigen Vorstellung fehlen mir nur noch zwei Regionen.

Quelle: Linden Endowment for the Arts
Die Fotos zu "Mourningstar" hatte ich bereits gestern geschossen, bevor heute im LEA-Blog die Eröffnung angekündigt wurde. Eröffnet wird diese "virtuelle Pilgerreise" von Fox Nacht am Sonntag, den 1. Mai um 12pm SLT (21 Uhr MESZ). Dazu gibt es Live Musik von MorlitaM (in SL: Morlita Quan), die ziemlich extravagante Electronic Klänge produziert.


Bei der Installation handelt es sich um eine zweigeteilte Reise durch eine surreale Umgebung in dunkler Schwarzweiß-Optik. Der Startpunkt ist auf einer Plattform in 1500 Metern Höhe. Dort wird auch die Eröffnungsparty stattfinden.


Von der Landeplattform führt eine lange Brücke zum anderen Ende der Region. Die Struktur ist zunächst gar nicht als Brücke erkennbar, sondern es handelt sich um freischwebende Elemente, die einen größeren Abstand zueinander haben. Es sind jedoch alle Elemente mit einem unsichtbaren Steg verbunden. Am anderen Ende der Brücke, die mit ihren filigranen Pfeilern ziemlich kunstvoll wirkt, befindet sich eine Wolke, aus der eine Hand herauskommt.


Bevor man jedoch bis unter die Hand kommt, geht es mit dem Avatar abwärts zum zweiten Teil der Installation. Und dieser Fall nach unten steht symbolisch für den biblischen "gefallenen Engel", wobei die Brücke wohl den Himmel und der Boden nach dem Fall die Hölle darstellen soll. Das Ganze wird am Landepunkt auch auf langen Texttafeln erklärt. Ich habe die aber nicht gelesen. :)


Im LEA-Blog wird die folgende Kurzbeschreibung zur Installation gegeben:
Mourningstar ist eine immersive Installation, die sich zusammensetzt aus kombinierten Studien über Computerkunst und Religion. Eine Untersuchung des Konzepts vom Gefallenen Engel, dem rachsüchtigen Gott und den vielfältigen Wahrnehmungen von Lucifer in verschiedenen religiösen und sozialen Traditionen.

Diese Installation wurde zu einem großen Teil inspiriert von Miltons "Paradise Lost" und den Illustrationen von Gustave Doré.



Nach dem Fall auf den Simboden, findet man sich in einer kargen Landschaft wieder, die aber durchaus ihre optischen Reize hat. Es befinden sich dort auch mehrere Reihen mit Torbögen. Folgt man ihnen bis zum Ende, kommt man zu kleinen Teilinstallationen, deren Bedeutung auf weiteren Texttafeln erklärt wird.


Für den Besuch der Installation wird eine Sichtweite von 256 Metern und die Verwendung des Regions-Windlights empfohlen. Außerdem soll man auch seinen Audio Stream und den inworld Sound einschalten. Das Windlight fand ich jedoch ziemlich dunkel und die Konturen sind damit nur schwer zu erkennen gewesen. Deshalb habe ich eine andere Einstellung gewählt, die auch das Schwarzweiß der Umgebung unterstützt, aber etwas heller ist.


Insgesamt hat man die Installation relativ schnell besichtigt. Wenn man sich noch die Zeit nimmt, alle Texttafeln zu lesen, dann dauert es etwas länger.

Zusammenfassung:

Mourningstar
  • Eröffnung: 1. Mai 2016
    •  Live-Musik von MorlitaM ab 12pm SLT (21 Uhr MESZ)
  • Laufzeit: bis 30. Juni 2016
  • Künstler: Fox Nacht
  • Region: LEA 11
  • Teleport zu Mourningstar

Quelle: LEA11 MOURNINGSTAR BY FOX NACHT OPENS

Tabelle zur LEA Runde 10
Auf der Unterseite gibt es die aktualisierte Tabelle mit den Links zu meinen bisherigen Berichten aus der zehnten Runde des LEA-AiR-Programms. Man kann sie über den nachfolgenden Link öffnen.

Zwei deutschsprachige Artikel zu Sansar und Second Life

Ich habe in den letzten Tagen diese beiden Artikel schon auf Google+ geteilt (hier und hier). Aber im Grunde kann ich sie auch mal hier vorstellen. Außerdem habe ich nicht so wahnsinnig viel an neuen Themen zum Bloggen. Da kommt mir so Quickie ganz gelegen.

Quelle: Linden Lab
Den Bericht über Sansar gab es schon am letzten Mittwoch im VR-Magazin VRODO. Der Artikel erschien kurz nach der Pressemitteilung von Linden Lab zum Start der Anmeldungen für einen frühen Zugang zur neuen virtuellen Welt von LL.

Während auf der News & Media Seite von Linden Lab 15 englischsprachige Artikel zu Sansar aus den letzten drei Tagen aufgeführt sind (runter scrollen bis "Linden Lab in the news"), habe ich dazu im deutschsprachigen Raum nur den Artikel auf VRODO gefunden. Der ist aber gut und frei von journalistischen Vorurteilsvermutungen.

Allein schon der erste Absatz zeigt, dass es auch Online-Journalisten in Deutschland gibt, die Durchblick beweisen.
"Aus einem unerfindlichen Grund gilt Second Life häufig als Flop. Dabei war die Plattform ein großer Erfolg und die Entwickler von Linden Lab arbeiten schon an einem Nachfolger für Virtual Reality."
Den Rest gebe ich hier nicht wieder, da es sich zum größten Teil um Abschnitte aus der Pressemitteilung von LL handelt, die ich ja bereits übersetzt hatte. Ich habe aber auch ein paar andere Artikel auf VRODO gelesen und das ist durchaus eine interessante Seite für alles, was mit der neuen VR-Technologie zu tun hat.

Zum Artikel:

Sanders im virtuellen Weißen Haus
Der zweite Artikel, der erst heute auf ZEIT ONLINE erschienen ist, dreht sich ausschließlich um Second Life. Es geht darin um das Thema US-Wahlkampf in SL. In den vergangenen Wochen haben politische Anhänger aus den beiden Lagern von Donald Trump und Bernie Sanders, je eine Werbeparzelle in SL mit entsprechendem Material ausgestattet. Darüber gab es bereits auf New World Notes und auf SLNewser einige Berichte.

Nun ist das Ganze wohl etwas eskaliert und der Trump Anhänger hat die Parzelle vom Sanders Anhänger mit Propaganda-Material zugemauert. Der Sanders Anhänger wiederum hat die Gegenseite einfach auf der eigenen Parzelle gebannt und mit einer Mauer auch die Plakate verdeckt, die sich außerhalb befinden

Sanders Infoparzelle (mit Mauern)
Über diesen Polit-Streit berichtet nun der Artikel auf ZEIT ONLINE. Und zum eigentlichen Thema ist der Bericht auch ganz gut geschrieben, mit mehreren Quellen zu bekannten Second Life Blogs. Deshalb ist es für mich ziemlich unverständlich, warum Autor Eike Kühl nicht auch bei seinen generellen Aussagen zu Second Life etwas recherchiert hat. An welchen Aussagen ich mich speziell gestört habe, kann man hier auf G+ nachlesen.

Unten links die Sanders Infoparzelle (ohne Mauern). Rundherum das Material vom Trump-Anhänger.
Da im Artikel von ZEIT ONLINE ziemlich viele © Zeichen enthalten sind und dieses konservative Blatt sicher auch Wert auf das Leistungsschutzrecht legt, übernehme ich hier im Blog nichts daraus. Für die Fotos war ich selbst schnell auf der Sanders-Parzelle, die ich von der Gestaltung her tatsächlich ein wenig informativ finde. Was dagegen der Trump-Anhänger rundherum veranstaltet, passt sehr gut zu den Auftritten von Crazy Donald im RL.

Für das letzte Foto mit der Gesamtansicht, habe ich die Mauern der Sanders-Parzelle mit "Derender" ausgeblendet.

Zum Artikel:

Edit 1. Mai 2016:
Jetzt hat auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Thema aufgegriffen. Und auch dort scheinen noch die Journalisten aus dem letzten Jahrtausend die Artikel zu schreiben.

Bester Satz aus der inhaltlichen Kopie von ZEIT ONLINE:
"Während in der realen Welt noch über den Einfluss von digitalen Plattformen wie Facebook auf den amerikanischen Wahlkampf debattiert wird, finden in den Nicht-Orten der totgeglaubten digitalen Ruine „Second Life“ politische Affronts gegen den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Bernie Sanders, statt."
Zum Glück hat diese tatsächliche Ruine von Tageszeitung seit 1998 einen Rückgang ihrer Leser von fast 40% zu verzeichnen. Mit etwas Glück ist sie in ein paar Jahren ganz verschwunden. :-)

Zum Artikel: